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Mein bisher zweitwitzigster Kontakt zum Bürger als "OB a.D." -
"Dope" für (H)alle?

 

 

oder Was man Sonntag nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr doch alles erleben kann?

 

Michael Winkler, Dresden, 02.11.2008

 

Das war ja vorgestern irgendwie ein aufregender Tag für mich und ich musste bzw. vielmehr wollte das alles auch erst einmal aus einer anderen Perspektive verarbeiten. Fragen wie "Wer oder was ist die 'deutsche Jugend'?", "Was hätte ich denn selbst so Anfang der 1990er Jahre gemacht, als ich im mittleren Teenie-Alter war?" Damals gab es noch kein Internet ... und mir fiel gestern beim Gespräch mit Freunden der wohl "dreisteste" Scherz ein, den ich mir mit Freunden erlaubte. Es muss wohl so um 1992 herum gewesen sein, als wir uns zu zweit in eine Telefonzelle stellten, einer davor und einen der neu aus dem Boden gestampften Sex-Shop bzw. vornehmer ausgedrückt "Erotikhandel" anriefen. Ich erkundigte mich damals nach einem passenden Geburtstagsgeschenk für meine Freundin, obwohl ich gar keine hatte, glaube ich ...

Naja, im Jahr 2008 rufen dann die 16- bis 18jährigen über Skype an. Ist auch viel billiger als irgendein Erotikhandel. Und was sie dabei sagen oder nicht sagen, lässt auf alles und nichts schließen. Nachzudenken gegeben hat es mir in jedem Fall ...

Ich war gerade so am überlegen, als sich Skype wieder meldet. Ein gewisser Marius* alias "tofuschnitzel1992" wollte mich als Kontakt aufnehmen. Hmm, da war ich natürlich nach der Freitagsaktion skeptisch, ging jedoch drauf ein. Ich wurde noch etwas skeptischer, als er sein Bild ausgetauscht hatte, so schnell konnte ich natürlich keinen Snapshot machen ... was ich von ihm noch sah, war die Skype-Schallplatte.

Da war die "Reporter-Ader" in mir wieder mal angesprungen ... alles verwerten fürs Internet, so tickt das Hirn dann manchmal. Ich kam gar nicht auf die Idee, dass es Marius auch ernst gemeint haben könnte. Interessanterweise erzählte er etwas von sich und seinen Freunden. Sie hatten mich am Freitag von einer LAN-Party aus angerufen, bei der sie das Computerspiel Warcraft III gespielt hatten.

Etwas selbstkritisch stelle ich jetzt fest, dass ich da nicht so richtig auf einen ehrlichen Dialog eingestellt, geschweige denn eingestiegen war. Mir war wohl eher nach Witzen und "Abchecken" zu Mute als nach ernsthafter Unterhaltung ... als ich es mir dann doch anders überlegt hatte, so nach ca. 20 Minuten, hatte er wohl langsam keine Lust mehr, da ich mit der "Ich-mach-Euch-zu-Stars-Masche" kam ... Ja, ich gebe zu, dass Marius wohl evtl. wirklich ehrliche Absichten und ich ihm evtl. keine Chance dazu gelassen hatte. Hmm, naja? ... Kommt Zeit, kommt Rat ... Einsicht ist der erste Schritt zur Erkenntnis.

Witzigerweise fiel mir beim Schreiben des Titels auf, dass, wenn man die Stadt "Halle" französisch ausspricht, man wohl "...alle" hören würde. Insofern wurde aus "Dope für Halle" ein "Dope für (H)alle" ... und da empfehle ich allen gern das Buch von Jack Herer und dem früheren taz-Schreiber Matthias Bröckers mit dem Titel "Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf" ... Ja, nicht nur das Internet kann eine bewusstseinserweiternde Droge sein.

In diesem Sinne - Peace ... allen alles Gute, Micha.

 

Teil 1

 

Teil 2

 

Teil 3

 

Teil 4

 

 


Erstellt am: 02.11.2008, ergänzt am 03.11.2008