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Welterbe vs. Welterbetitel?

 


Für ein neues Bürgerbegehren und das Spenden des Welterbetitels an andere würdige Welterbestätten

 

Michael Winkler, Dresden, 22.04.2008
 

 

Um das Thema "Waldschlösschenbrücke" - JA oder NEIN - kommt offenbar kein OB-Kandidat herum. Auch ich nicht. Zum einen lenkt die jahrelange Diskussion zwar ab von vielen anderen wichtigen Themen (Was ließe sich da fast unbemerkt von der Öffentlichkeit so alles beschließen?). Zum anderen steht Dresden an einem Scheideweg, dessen Spuren noch in den nächsten Jahrzehnten zu verfolgen sein werden. Mittlerweile dürfte den meisten bewusst geworden sein, dass es sich hier nicht nur um ein ausschließlich Dresdner Anliegen handelt, sondern vielmehr um ein internationales. Das globale Dorf grüßt den dörflichen Globus.

 

Folgende Fragen schweben m.E. nach  - so oder so ähnlich formuliert - immer wieder durch den Raum und durch die Presse:

Sollte sich die Stadt Dresden und die DresdnerInnen selbst nach einer Kommission in Paris richten oder nicht?

Welche Rolle spielt dieser Titel für Dresden überhaupt?

Braucht ihn die Stadt und wenn ja, wofür?

Was sind mögliche Lösungen für den momentan scheinbar festgefahrenen Konflikt, in dem es immer weniger um die Sache als um das reine Durchsetzen von politischen und finanziellen Interessen zu gehen scheint?

 

Einfache Antworten machen eine komplexe Sache häufig zu einfach ... daher meine Vorschläge zur Lösung des Konfliktes:

 

Insofern sehe ich da eigentlich keine Probleme ... außer dem Festhalten an alten Denkstrukturen und privaten finanziellen Interessen ...

Beides ließe sich lösen, die Frage ist nur wann und wie. Es ist letztlich eine Frage des (politischen) Willens.

 

Ist der politische Wille nicht vorhanden und mit dem Voranschreiten der Arbeiten zum Bau der Waldschlösschenbrücke sollen vollendete Tatsachen geschaffen werden, kann Dresden wohl nur auf Petrus hoffen ... wie ein Hochwasser aussieht und was es für Auswirkungen hat, dürfte den meisten - trotz eines ausgeblendeten Langzeitgedächtnisses - noch sehr lebhaft in Erinnerung sein.

 

In diesem Sinne, Petrus heil ... Bis zum nächsten Mal, Michael Winkler.

 


Erstellt am: 22.04.2008, Letzte Änderung: 27.04.2008