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Gratulation an Frau Orosz - doch wo ist sie? |
Michael Winkler, Dresden, 22.09.2008
Ja, da hatte ich mir vorgenommen, schon rein aus sportlichen Gründen, der Siegerin des diesjährigen OB-Rennens, Helma Orosz, baldmöglichst persönlich zu gratulieren, doch es mussten eben erst einige Wochen vergehen. Schließlich trat sie ihr Amt erst am 1. August 2008 offiziell an. Und nicht einmal das wurde ihr gewährt, denn ein 79jähriger Dresdner Kaufmann namens Rudolf Merget hatte wegen irgendetwas geklagt oder Widerspruch eingelegt (entschuldigt bitte die ungenügende Recherche, doch diese Amtswegedinge interessieren mich nur, wenn es mich auch wirklich wirklich direkt betrifft) und somit wurde Frau Orosz zunächst nur Amtsverweserin.
Erst hatte ich ja gedacht, dass dies ein Witz sei, denn "Amtsverweserin" ist ja nun eigentlich die wahrscheinlich letzte Bezeichnung, die man im Rathaus haben möchte, oder? Ich mag die deutsche Sprache an sich ja, doch wer hat sich denn so etwas ausgedacht? Und vor allen Dingen wann? Ich meine, ich habe ja in gewisser Weise Verständnis dafür, dass wir in Deutschland stellenweise noch Gesetze aus dem 19. Jahrhundert haben und ebenso aus der Zeit des Faschismus, doch wären im Jahr 8 des 3. Jahrtausends nicht etwas mehr PR-taugliche Begriffe angebracht? Vielleicht so etwas wie "Amtsanwärterin" (ich weiß, ist auch nicht viel besser ... war eben ein Versuch) oder wie auch immer ...
| Naja, jedenfalls schrieb
ich ihr dann am 1. September - dem Weltfriedenstag (sie meinte ja
während des Wahlkampfes, dass die Brücke Dresden den schnellen Frieden
bringen würde) -, also kurz nach Beendigung der Olympischen Spiele,
einen sportlichen Brief. Er enthielt durchaus ernst gemeinte
Gratulationsworte und das Angebot, auch in Zukunft für Gespräche zur
Verfügung zu stehen; u.a. verwies ich sie auf eines unserer gemeinsamen
Wahlkampfziele, der Einrichtung von Übertragungsmöglichkeiten der
Stadtratssitzungen ins Internet. So ganz wusste ich auch nicht mehr,
was sie eigentlich alles so versprochen bzw. angekündigt hatte und
zugegebenermaßen erinnere ich mich da immer gern an einen angeblichen
Ausspruch von Bismarck: "Es wird niemals so viel gelogen wie vor
der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.", kurzum: ich
hatte Helma Orosz und ihren PR-Leuten vorher auch gar nicht so richtig
zugehört. Drum dachte ich, dass ich einfach nochmals "googeln tue" und
nach ihren Homepages suche. Doch ich staunte gerade nicht schlecht, als
ich unter www.dresdnerstimmen.de
folgendes erhielt: "Forbidden". Hmm, naja, kleiner Trost ... unter www.dresdnerstimmen.de/subpage.php kommt man dann doch wieder auf die Internetseite ... also, offenbar falscher Alarm. |
![]() Homepage-Snapshot vom 22.09.2008 |
Doch irgendwie war ich so dreist und suchte sogar nach ihrer eigenen Internetseite mit dem Namen www.orosz2008.de und was erwartete mich dort? Das was ihr hier drunter seht ... Ich hatte keinen Benutzername und somit war hier Endstation. "Koohmisch, odr?", fragt da der Dresdner in mir. Und warum stand da noch "WILLKOMMEN" daneben? Hmm, macht man (oder frau) das so nach der Wahl, oder?
Naja, macht nichts in Dresden gewöhnt man sich an alles - auch an eine so bürgernahe CDU-Bürgermeisterin. Ich glaube, ich sollte ihr wohl demnächst lieber nochmals persönlich gratulieren und sie an einige Wahlversprechen (etwas oder sich versprechen???) erinnern.
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Irgendwann
wollte ich es aufgeben, doch einen letzter Versuch wollte ich Helma Orosz und mir noch
geben, also nochmals googeln.
Und was fand ich da, na klar ... so einfach, so simpel:
www.helma-orosz.de ... Warum ich da
nicht eher drauf gekommen bin?
Naja, die Freude währte nicht lange ... denn was erwartete mich?
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In diesem Sinne, es ist 5:40 Uhr morgens ... und ich gehe schlafen. Gute Nacht, Dresden.
Erstellt am: 22.09.2008